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Reisebericht |
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Die Einwohner Sabas nennen ihre kleine Insel
in der Karibik liebevoll „the unspoiled queen“ – unberührte Königin. Wer
Natur und Erholung sucht, das Ganze garniert mit erlebnisreichen
Tauchgängen an intakter Unterwasserwelt, wird sich sicher auf Anhieb auf
der Insel wohlfühlen! |
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(c) 2006 Thilo Künneth |
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Empfehlenswert sind die liebenswerten „El Momo Cottages“, die von Angelika und Olli Hartleib geführt werden. Die beiden haben sich während ihrer Zeit als Tauchlehrer auf Saba in die Insel verliebt und sind dort hängengeblieben. Sie sind seit 1997 stolze Besitzer der Anlage mit den sieben kleinen weiß-roten Holzhäuschen in mitten eines blühenden tropischen Gartens. Eine kleine Brücke führt über den Pool im Eingangsbereich und man hat einen atemberaubenden Blick auf das Meer und die Landschaft. In mitten dieser friedlichen Oase wird man nur von abends pfeifenden Baumfröschen, schwirrenden Kolibris oder Lupo, dem freundlichen Hund der Besitzer, „gestört“. Nicht nur die Hausgäste schwärmen von den Kochkünsten der gebürtigen Italienerin Angelika, die mit der gleichen Begeisterung ein tolles Frühstück aus tropischen Früchten, Eiern und Jogurt zaubert. Auch für Taucher hat Saba eine Menge zu
bieten. Der 1987 eingerichtete Saba National Marine Park hat viel dazu
beigetragen, dass der Sporttaucher auch heute noch eine intakte
Unterwasserlandschaft vorfindet. Mit ganzjährigen Wassertemperaturen von
über 27 Grad und mit Sichtweiten von bis zu 40m kann man hier
erlebnisreiche Tauchgänge an der fischreichen Küste durchführen. Nicht
selten kreuzen graue Riffhaie oder große Barrakudas den Weg des Tauchers.
Seeschildkröten, Grouper, Stechrochen und Langusten gehören hier zum
„Taucheralltag“. Und das Beste: Alle Tauchspots können in 5 bis 20 Minuten
angefahren werden. Um die Riffe zu schonen wurden rund um die Insel über
30 Liegebojen für die Tauchschiffe angebracht. Sehr zu empfehlen ist eine geführte Wanderung mit Crocodile James, dem Trail Manager der Saba Conservation Foundation. Er hat eigenhändig alle abwechslungsreichen Trails auf der Insel angelegt und pflegt diese mit großer Begeisterung. „Das ist ein Messer“ lacht Crocodile James und sofort wird klar, woher er seinen Spitznamen bekommen hat. Mit dem eindrucksvollen Messer schlägt er gleich einer Machete den durch einige quer liegende Äste versperrten Weg frei. Er zeigt die dominanten Bergmahagoni- Bäume, Orchideen, Gewürz- und Heilpflanzen. Wenn dann Nebelfinger durch die Landschaft mit den bemoosten Baumfarnen streifen, hat man den Eindruck im Urwald der Urzeit gelandet zu sein. Man wartet geradezu auf einen Dinosaurier. Aber nur ein Leguan passt gut in das Bild. Denn gefährliche Tiere gibt es auf Saba nicht. Die einheimische Schlangenart ist ungiftig und harmlos. Raubtiere hat es nie gegeben. Sogar von Moskitos ist man als Urlauber hier größtenteils sicher. Da Saba keine Teiche, Seen oder Flüsse hat, gibt es nur wenige Brutstätten für Fliegenlarven. Und das gesammelte Regenwasser in den Zisternen wird von der „Mosquito-Control“ regelmäßig überwacht. Als dann ein kurzer Regenschauer einsetzt, schneidet Crocodile James überdimensionale Blätter, von den Einwohnern Elefantenohren genannt und reicht sie grinsend als Regenschirme… Fazit: Saba ist die ideale Insel für Individualisten, die dem Massentourismus und lärmenden Urlaubsstädten entfliehen wollen. Ein erholsamer Urlaub in einzigartiger Natur mit lohnenswerten Tauchgängen ist hier garantiert – auf Saba, the unspoiled queen. Thilo Künneth (November 2004)
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letzte Aktualisierung: 09.01.2006 |
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(c) 2006 Thilo Künneth |